• wB1: Starker Auftritt beim Beach Cup in Halstenbek

    So freuen sich die Dritten des Beach Cups 2019: unsere weibliche B-Jugend

    Unsere weiblich B1, die die anstehende Saison als reiner jüngerer Jahrgang in der Hamburg Liga spielen wird, hat eine erste Duftmarke gesetzt. Beim toll organisierten und atmosphärisch herausragenden Beach Cup der HTS holten sich unsere Rellinger Deerns einen tollen dritten Platz und sorgten im Laufe des Turniers mehrfach für Gesprächsstoff unter den Zuschauern.

    Der Reihe nach. Alles begann mit dem Gruppenauftakt gegen die SG Hamburg-Nord, die als klassenhöchstes Team (Oberliga HH/SH) ins Rennen ging und die Favoritenrolle übernahm. Schneller Rückstand und ein bisschen viel Respekt kennzeichneten die Anfangsphase der ersten Hälfte – doch dann demonstrierte Jörns Beach-Team, was es unter „Spaß im Sand“ verstand. Tor um Tor holten die RTV-Mädels auf. Als noch ca. 5 Sekunden zu spielen waren und es 10:11 aus unserer Sicht stand, fing die stürmende Torhüterin Zoe einen geblockten Abschluss ab und warf direkt quer über das Feld. Der Ball rollte während der Regie-Anweisung „Schiedsrichter, Achtung“ (gleich erfolgt der Abpfiff) durch die Beine der HH-Nord-Keeperin, direkt danach folgte der Schlusspfiff. Da Torwart-Tore doppelt zählen, hatte unsere wB1 die erste von zwei Hälften gewonnen. Da kam Freude auf.

    Und es wurde noch besser. In Hälfte zwei spielte der RTV nämlich gänzlich ohne Scheu und Berührungsängste vor großen Namen und Spielklassen. Jörns Mädels präsentierten eindrucksvoll, was sie als Einheit ausmacht. Fehler? Passieren – können aber von Kolleginnen wettgemacht werden. Gegentore? Fallen – können aber mit eigenen Treffern ausgeglichen werden. Siege? Gibt es – wenn man an sie glaubt und als Team auch Schwächephasen übersteht. So holten unsere Mädels Hälfte zwei sogar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung. Der anschließende Jubel sorgte sogar auf den Nebenplätzen für Aufsehen. Während sich die Favoritinnen von Hamburg-Nord eine Pavillon-Predigt anhören mussten, bekamen unsere Mädels Lob ihres Trainers und Sonderapplaus.

    Die folgenden Partien gegen Pinnau und Elmshorn waren zwar nicht ganz so spielerisch begeisternd, aber das tat der Turnierfreude keinen Abbruch. Zwei Siege bedeuteten: Gruppensieger, Viertelfinale. Dort gab es gegen Niendorf einen souveränen Erfolg – das Halbfinale war erreicht.

    Und wer wartete dort? Na klar: Hamburg-Nord. Während manch Elternteil die Augenbrauen hochzog und im Kopf die Krisenszenarien einer möglichen „Klatsche“ als Revanche durchging, blieb Trainer Jörn mit seinen Mädels ruhig. Hamburg-Nord wollte eine eindeutige Wiedergutmachung, das konnte man der Teambesprechung und den Vorbereitungsmaßnahmen entnehmen. Unsere Mädels fokussierten sich auf ihr Teamwork. In Hälfte eins klappte das gar nicht. Hamburg-Nord enteilte und gewann die Hälfte souverän. Nach dem Seitenwechsel fuhren sich unsere Mädels aber noch einmal richtig hoch. Klassenunterschied? Keine Spur! Sie entschieden die Hälfte unter dem Jubel der RTV-Zuschauer verdient für sich. Erst im Penaltywerfen zeigten unsere Deerns Nerven. Sie verloren und mussten sich mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Ärger und Frust herrschten ganz kurz – doch nach so einem Sommertag konnte die Verlängerungspleite gegen die haushohen Favoritinnen die Gesamtstimmung nicht trüben.

    Und auch der Umstand, dass das folgende Spiel ausgerechnet gegen einen zukünftigen Hamburg-Liga-Gegner und Lokalnachbarn, nämlich gegen die Gastgeber aus Halstenbek ging, vermochte die Stimmung nicht zu trüben. In Hälfte eins wirkten unsere Mädels erstaunlich zaghaft und schlapp, was sich nach einer motivierenden Halbzeitansprache unseres Trainers nach der verlorenen Hälfte aber schlagartig änderte. Mit 14:4 gewannen die RTV-Deerns Hälfte zwei und zogen erneut ins Penaltywerfen ein, das sie dank größerer Nervenstärke und zielsicherer Schützinnen verdient gewannen. Kleine Anmerkung: Hamburg-Nord, gegen das unser Team immerhin drei Hälften gewonnen hatte, gewann das Turnier anschließend im Finale gegen den ETV.

    Für uns dabei: Janne M., Zoe, Anna, Jamie W., Maxime, Tini, Janne G., Lisa, Sophie, Kaja, Johanna sowie Louisa und Jaimie als verletzte Edel-Fans und Motivationsstützen.

    PS: Das Turnier war von der Orga, den Teams und dem Rahmen ebenso wie das Wetter der absolute Hammer! Ein Dank an die Organisatoren und Beach-Cup-Macher. Wir kommen immer gerne wieder.