• wB1: Galavorstellung bei SCALA

    Einer der absoluten „Überfliegerinnen“ in Langenhorn: Janne Gantert gelangen neun Volltreffer

    Die Auftritte unserer weiblichen B1-Juniorinnen in der Hamburg-Liga waren bislang vor allem eines: extrem wechselhaft. Daran änderte sich auch beim Auswärtsmatch gegen SCALA wenig. Nur hatte diesmal niemand etwas daran zu kritisieren, denn im Gegensatz zu den ersten Spielen bot unser Team diesmal eine wahre Galavorstellung. Und die erste Hälfte dürfte sogar als eine der besten überhaupt in die eigene Entwicklungsgeschichte eingehen.

    Alles begann mit der Vorgabe des Trainerteams, vor Auswärtspartien mal etwas an den Abläufen zu ändern, weil unsere RTV-Deerns schon zu oft in der Vergangenheit erste Halbzeiten fast oder komplett verschliefen. So hieß es diesmal am Sonntagmorgen um 10 Uhr: gemeinsames Frühstück im Schweinske Fuhlsbüttel. Murrten einige Mädels noch vor ein paar Tagen wegen der früheren Aufstehzeit (Anstoß war um 12.30 Uhr), plauderten sie am Morgen pünktlich und stimmten sich genussvoll mampfend auf den dritten Spieltag ein. Beim anschließenden Spaziergang in die Halle Lüttkoppel wurde die Spielparole ausgegeben: Heute sind wir von Beginn an da!Was sich dann nach dem Aufwärmprogramm in neuen Warmmachshirts auf der Platte zeigte, war mehr als das. Megastabile Abwehr, schnelles und konzentriertes Umschaltverhalten und Tore en masse. „Das macht ja richtig Spaß, hier dabei zu sein“, sagte die verletzt unterstützende Louisa auf der Bank. Und damit übertrieb sie nicht.

    Für RTV-Verhältnisse brannte unsere B1 ein wahres Handball-Feuerwerk ab. Der gesamte Kader war emotionsgeladen dabei – auf dem Feld sorgten die besonders treffsicheren Janne G. und Zoe mit ihren Kolleginnen für einen fulminanten Dauerspurt. Und im Tor sorgten Anna mit ihren Paraden, beherzt geführte Zweikämpfe sowie das erarbeitete Pfosten-Glück für defensive Stabilität. Der Halbzeitstand von 17:6 für unsere Farben gegen den zuvor ungeschlagenen Gastgeber sprach Bände.

    Nach dem Seitenwechsel geriet die Rellinger Tormaschinerie zeitweise ins Stocken, aber nach einer kurzen Anlaufphase kamen unsere Mädels wieder in die Gänge. Besonders bemerkenswert: Auch einige zuletzt Langzeitverletzte (Tini, Sophie) konnten wichtige Spielpraxis sammeln und trugen zur von Trainer Jörn geforderten Abwehrstärke bei. Der Endstand von 31:14 für unseren Club war die logische Belohnung und ein weiteres spielerisches Highlight in dieser Spielzeit.

    Trainer Jörn erkannte treffend: „Das war gut, zum Teil sogar sehr gut, aber wir haben immer noch eine Menge Luft nach oben. Wenn wir weiter hart arbeiten und eine hohe Trainingsbeteiligung haben, dann werden wir noch weitere Pinkte mitnehmen können.“Nach den Herbstferien spielen unsere Mädels die nächste Toppartie – am 26. Oktober gegen die drittplatzierte HSG Pinnau. Nach dem heutigen Match ist das mit einer Portion Vorfreude verbunden.

    Unsere Torschützinnen: Janne G. (9), Zoe (7), Janne M. (5), Jamie W. (4), Johanna (3), Jaimie M. (2), Lena