• wC1: 19:23 bei packendem Pokalfight

    Jede Menge Engagement und kompakte Teamarbeit zeichneten Jaimie und ihre Mitspielerinnen gegen die SG Hamburg Nord aus

    Die Enttäuschung war unseren weiblichen C-Deerns nach dem Abpfiff des Pokal-Viertelfinals gegen die SG Hamburg Nord deutlich anzusehen, auch wenn sie keinerlei Grund hatten wirklich betrübt zu sein. Gegen den haushohen Favoriten, gegen den die C1 am Sonntag noch eine deutliche Heimpleite mit 16 Treffern Unterschied kassiert hatte, setzte es zwar auch am Dienstagabend vor heimischer Kulisse eine Niederlage, allerdings fiel diese diesmal deutlich knapper aus – und beinhaltete einen packenden Pokalfight.

    Die Partie im Überblick. Unsere RTV-Mädels boten den selbstsicheren Gästen vom Tegelsbarg diesmal von Anfang an gehörigen Widerstand. Top eingestellt von den Trainern Finn und Jörn ließen es die Vordermädels von Torhüterin Lena alles andere als ruhig angehen. Clever unterbanden sie die schnellen Vorstöße der SG, beherzt griffen sie rund um den Kreis zu und gingen ihrerseits offensiv mutig zu Werke. Nach fünf Minuten stand es 1:1. Und die mitgereisten Zuschauer der SG merkten sichtlich überrascht an: „Das ist ja eine andere Mannschaft als die vom Sonntag!“

    In Hälfte eins schlich sich nur ein Zwei-Minuten-Loch ein, das die Gäste zur insgesamt verdienten 11:7-Pausenführung nutzten. „Mal sehen, ob wir noch einmal herankommen können. Wir werden alles geben“, sagte Lisa, die krankheitsbedingt zum Zuschauen verurteilt war.
    Ihre Worte schienen genauso Wirkung zu zeigen wie die Halbzeitansprache der Trainer. Das, was die Rellinger Deerns nach dem Seitenwechsel gegen die läuferisch und spielerisch starken Gäste zeigten, gehörte in die Kategorie: Werbung für den RTV-Handball. Nach 40 Minuten stand es 16:17, nach 45 dann 17:18. Die Stimmung in der spärlich gefüllten Halle war prächtig, gelegentlich aufgrund heftiger Zweikämpfe sogar aufgeheizt.

    Kurios, dass dann ausgerechnet eine Auszeit unserer Farben den Ausschlag für den Sieg der Gäste gab. Trotz Ballbesitzes und der positiven Euphorie nach der Aufholjagd setzte es aufgrund einfacher Ballverluste, unpräziser Pässe und komplizierter Kombinationsversuche drei Tempogegenstöße – nach 47 Minuten stand es 17:21.
    Dass die Moral unserer Mädels dennoch intakt ist, das Team womöglich seine beste Saisonleistung bot, bewiesen die Schlussminuten, in denen die Köpfe nicht hingen, sondern es wieder ausgeglichen zur Sache ging. Das Match endete 19:23 und brachte die bittere, aber lehrreiche Erkenntnis mit, dass 45 starke Minuten von 50 Minuten Spielzeit gegen die Topteams Hamburgs noch nicht zum Sieg ausreichen.
    Unsere Torschützinnen: Jil (5), Tabbe (5), Jay Jay (4), Jaimie (2), Kaja, Maxime, Louisa (je 1)

    Am Sonntag nun gilt es für die C1-Mädels, den deutlichen Formanstieg im Punktspiel der Hamburg-Liga gegen Niendorf (15 Uhr) noch einmal zu beweisen, dann auch mit Happy End bitteschön.